Lernen

Was kann man auf einem Bauernhof lernen? Spielerisch und bei der Kinderarbeit.
Das Gymnasium hat keinen praktischen Unterrichtsanteil, weder für das Handwerkliche (Kochen, einen Nagel in die Wand schlagen) noch für das Geschäftliche (Buchhaltung,  Maschineschreiben).

Was habe ich meinen kleinen Bruder beneidet, als er in der Schule mit der ganzen Klasse einen alten Traktor bis ins letzte Einzelteil zerlegen durfte und anschließend haben die Jungs den Traktor wieder fahrtüchtig zusammengebaut.

Jahre später – bei der Diskussion um die Tvind-Schulen in Dänemark  und die polytechnische Ausbildung im Schulsystem der DDR (auch Tvind hat sich selbst erledigt) – fand die Sehnsucht nach praktischer Arbeit Eingang in die intellektuelle Arbeit. Das Praktische ist immer Hobby geblieben.

Aber der Bauernhof hat seinen Sprössling ganz gut praktisch ausgebildet.

Hier die (unvollständige) Sammlung der Arbeiten und Tätigkeiten, die nebenbei angefallen sind.

  • Bienen halten und Honig ernten
  • Traktor fahren und bei Eis in einem Hohlweg verunglücken
  • Mit der Motorsäge arbeiten
  • Bäume fällen
  • Bäume pflanzen
  • Schweißen
  • Malern
  • Mauern
  • Zimmern
  • Kälber gebären
  • Beim Schweine schlachten helfen
  • Hasen selbst schlachten und Braten zubereiten
  • Dem Hufschmied beim Beschlagen des Ackergauls helfen
  • Reiten
  • Mit Wechselstrom und Drehstrom umgehen
  • Mähdrescher fahren
  • Felder pflügen (aus Versehen eines vom Nachbarn)
  • Gras mähen und ein kleines Reh tot fahren
  • Getreide säen
  • Einen Apfelbaum veredeln
  • VW-Motoren wechseln
  • Einen VW-Käfer mit der Flex zum Cabrio machen
  • Kühe zum Dorfstier treiben
  • Den künstlichen Besamer per (ganz neuem) Telefon bestellen

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